Verfasst von: sebbo94 | 12. Juli 2009

Wiederbelebung

Hallo, nach längerer Inaktivität im Web versuche in nun, meine Arbeit wieder aufzunehmen. Parallel zu diesem Blog bin ich nun bei einem zweiten Projekt integriert, dem LQS-Board, ein junges Forum, das eure Hilfe braucht! Jeder fängt einmal klein an, doch zusammen mit euch können wir ein richtig gutes Forum aufbauen! Auch Verlinkungen, per Text oder auch bald folgenden Bannern, werden mit großer Anerkennung zur Kenntnis genommen! Kontaktiert mich per E-Mail, solltet ihr einen Linktausch wünschen, die Adresse findet ihr unter „Über diesen Blog“. Jetzt schon vielen lieben Dank!

Auf zum LQS-Board

Verfasst von: sebbo94 | 28. Februar 2009

Ganze Websites sichern dank dem WinHTTrack Website Copier!

Schon seit Längerem will ich diesen Blog eigentlich einmal auf meiner Festplatte sichern, nichts gegen wordpress.com, aber man weiß nie, was im Internet mit dem eigenen Webauftritt passiert und so fühle ich mich einfach wohler, wenn ich eine unabhängige Kopie habe. Die meisten Browser stellen hier ein integriertes Tool zur Verfügung, das erlaubt, eine Seite offline verfügbar zu machen, wenn man sich, zum Beispiel aus Kostengründen im Falle von ISDN, nicht jedes Mal ins Internet einwählen will, um die Seite zu betrachten. Schön, doch das ganze beschränkt sich eben auf EINE Seite. Für mich, der ja seinen gesamten Blog sichern will oder wenn man eine zeitlang ohne Internet zurechtkommen muss, sich jedoch auch währenddessen einen oder mehrere Webauftritte noch einmal anschauen möchte (und zwar ganz), so kommt man auf diese Weise nicht weit.

Hier empfiehlt sich WinHTTrack Website Copier, eine Programm ohne grafische Schnickschnacks, mit dem man jedoch sehr umfangreich Filter setzen kann, zum Beispiel von einer Website nur Bilddateien herunterladen oder nur einen bestimmten Teil (wer will schon Platz für die gesamte Wikipedia-Enzyklopädie bereitstellen?!), auch kann man festlegen, wie viele Ressourcen im Bezug auf die Internetbandbreite genutzt werden dürfen. Wobei man hier nur wenige Sorgen haben wird, die Downloads fielen bei mir deutlich langsamer aus als möglich, was ein vielleicht für manche nicht unerheblicher Nachteil des Programms sein wird. Wer allerdings ein wenig Zeit mitnimmt, auch für die Einarbeitung (wenn man komplexere Filter einstellen will, aber nicht weiß, wie man das macht), der wird mit dem WinTHTTrack Website Copier sicher glücklich und sieht in ihm eine echte Alternative.

Hier gehts zur Homepage inklusive Download

Viele Adventure-Fans lecken sich derweil die Finger nach jedem neuen Detail, jeder noch so kleinen Information, über das anstehende Game „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“. Nicht sonderlich verwunderlich, denn Frogwares hütet seinen im Mai erscheinenden „Schatz“ wie einen Augapfel und gibt nur das Nötigste, ein paar Sreenshots sowie einen Trailer, den er ihr unten bewundern könnt, aus. Eine ausgeklügelte Strategie, meiner Meinung nach, denn die wenigen düsteren und kaum etwas über den Spielverlauf aussagenden Bilder vergrößern doch sehr die Neugier auf das Game. Fairerweise erwarte ich jedoch eine Demo, wenn auch nach dem Release, die denen, die keinen der beiden vorherigen Teile gespielt haben („Sherlock Holmes – Das Geheimnis der Mumie“ und „Sherlock Holmes – Das Geheimnis des silbernen Ohrrings“, die beiden ersten Teile, können wir aufgrund großer Differenzen in Sachen Technik wie auch Story vernachlässigen) einen Einblick in das Spiel geben wird.

Wobei, eigentlich braucht es die gar nicht, ich denke, die Demo von „Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin“ wird in Bezug auf Grafik und Physik ihren dienst genauso gut verrichten – die Systemvoraussetzungen haben sich nach dem aktuellsten Stand nämlich nicht geändert. Schade, ich dachte eigentlich, wir dürfen eine doch wenigstens an manchen Stellen überarbeitete Grafik erwarten, aber noch kann man ja hierzu keine belegbare Aussage treffen. Viel mehr hätte man sich nach einer besseren Engine umsehen müsse, die Bewegungen im Trailer wirken jedoch nach wie vor nicht authentisch genug, doch wieder: Gewissheit wird man erst nach dem Release haben.

Offensichtlich will uns Frogwares nach zwei Jahren den erneuten Einsteig ins London des 19.Jahrhunderts jedoch so angenehm wie möglich machen, oder wieso sonst kommen eine Menge bekannter Personen im Trailer vor?

Na, wieder erkannt? Wennn nicht, hier ein paar kleine Gedankenstützen:

prostituiertebettlerzeitungsjungepatient-becker

Es ist ja noch ganz eingänglich, dass die Prostituierte aus der Baker Street (oben links) nun auch in Whitechapel versucht, ihr Geld zu verdienen (0:23). Auch  dass der Bettler (oben rechts) seinen Standort dorthin verlegt hat(0:23), ist nichts besonderes. Obskurer ist  da schon, wieso des Zeitungsjunge (unten links) augerechnet in Whitechapel versucht, sein Geld durchs Geigenspielen aufzubessern (0:34), oder wie es den Patienten Becker (unten rechts) aus der Nervenheilanstalt „Schwarzes Edelweiß“ in der Schweiz dorthin verschlagen hat (0:53).

Noch peinlicher für Frogwares war es jedoch in „Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin“ selbst, und ich begreife selbst immer noch nicht, wie das passieren konnte:

palinordirektor-der-national-galleryarchitektmuseumwarter

Meiner Meinung nach könnten der Dienstbote Palinor (links oben) aus der National Gallery und der Direktor derselbigen (rechts oben) doch tatsächlich die Brüder des Architekten (links unten) und des Museumswärters (rechts unten) sein.

!Achtung!

Dies soll in keinster Weise eine Beleidigung dem Spiel gegenüber sein, ich selbst bin ja ein großer Fan der Reihe. Doch fiel mir das eben auf und ich teile einmal mein Wissen mit euch. Ich persönlich empfinde es nicht einmal störend, es ist einfach schön wenn man beim Spielen einer aus früheren Teilen bereits bekannten Person über den Weg läuft, und wenn sie sich auch nur äußerlich gleichen, man erinnert sich eben gleich zurück. Andererseits finde ich, dass man sich hier doch ein wenig mehr Mühe hätte geben können. Sicher, die Charaktere sind durchweg schön modelliert und es dauert bestimmt seine Zeit, bis einer erstellt ist, doch hätten das die Entwickler meiner Meinung nach noch auf sich nehmen können.

Verfasst von: sebbo94 | 22. Februar 2009

Empire: Total War – Die Demo ist da!

Seit vorgestern steht die Demoversion zum „Insider“ Empire: Total War bereit. Ich denke, ich war nicht der einzige, der sich von SEGA benachrichtigen ließ und sofort nach Erhalt der E-Mail den Download startete. Das heißt, starten wollte. Denn anders als sonst, wenn man das Setup einfach über den Browser herunter lädt, wird die Demo nur über Steam angeboten, einer Online-Plattform für Computerspiele, über der auch eine Menge anderer Games, kommerziell, versteht sich, angeboten werden. Um die Demo also spielen zu können benötigt man einen kostenlosen Steam-Account und den ebenfalls kostenlos herunterladbaren Client. Dann kann man auch schon mit dem Download beginnen, wobei die Bandbreite von möglichen Geschwindigkeiten zwischen 0 und mehr als 1000 KB/s lag.

Nach der problemlosen Installation startete ich also das Spiel, wobei ich jedoch ein wenig verwirrt war. Zunächst blieb ich ungefähr drei Minuten auf einem Bildschirm, der mich über das Copyright und die Rechtsinhaber aufklärte, anschließend kamen die animierten Herstellersequenzen, ein wahrscheinlich gut entgeltenden Auftritt eines der weltgrößten Unternehmen in der Halbleiterbranche und danach die kleine übliche Videosequenz, die auf das Spiel einstimmen soll. Alles à la zehn FPS, ungelogen. Im Menü geht’s dann ähnlich weiter: Schon die Bewegungen des Cursors und das ganz leicht von hinten durchschimmernde Video machen meinem Rechner offensichtlich so zu schaffen, dass man denken könnte, das wahrhaftige Crysis sei einem da untergekommen.

Im eigentlichen Spiel gibt’s (nach ungefähr drei Minuten Ladebildschirm) keine Besserung, es ruckelt immer noch unübersehbar herum, das Erlernen des Gameplays wird zum heiklen Abenteuer. Also wieder raus, Grafikeinstellungen allesamt auf das unterste Niveau, und siehe da, das Menü läuft nun vollkommen rund, die Videosequenzen kann man nun auch deutlich flüssiger genießen, doch immer noch gibt es dieses störende Ruckeln. Das Spiel funktionierte nun auch ganz gut, aber zu einem hohen Preis: Selbst aus durchschnittlicher Third-Person-Perspektive werden viele der Soldaten zu zweidimensionalen Farbklecksen, von Erde kann keine Rede mehr sein und auch die Bäume sehen aus, als hätte sie ein Grundschüler gemalt. Ein wirklich sehr hoher Preis, wenn man bedenkt, dass das Spiel nun immer noch nicht zu 100% perfekt läuft.

Natürlich, den aufmerksamen Leser werden nun erst einmal die Eckdaten meines Systems interessieren, und es ist tatsächlich schon ziemlich angestaubt. Mit den Daten, die in die 3 GB Arbeitsspeicher geladen werden, muss sich nämlich ein Intel Pentium D 830 mit 3 GHz herumschlagen, einer der ersten für den Privatgebrauch gefertigten Dualcore-Prozessoren überhaupt, die Grafik wird von einer nVidia GeForce 6700XL geliefert, deren im Vergleich zur herkömmlichen 6600GT etwas höhere Taktfrequenz zur Lasten des Speichers geht, der nun nur noch 128 statt 256 MB groß ist. Ich weiß, heute ist das gerade einmal noch ein Office-Ensemble. Auch bin ich mir bewusst, dass das Game sehr viel Speicher benötigt, vor allem auch Grafikspeicher, da die etlichen Soldaten berechnet und temporär gespeichert werden müssen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das Entwicklerteam mit den Systemressourcen ein wenig Schindluder getrieben hat, meines Erachtens nach kann man mit der gleichen Leistung doch noch mehr anstellen. Zudem bin ich doch etwas verwundert, wo der Zusammenhang zwischen den Videosequenzen und den Grafikeinstellungen steht, sie wurden mir schließlich jedes Mal in der gleichen Qualität gezeigt. Ohne jemandem nun etwas unterstellen zu wollen – vielleicht eine Verbindung zur bereits oben erwähnten Werbung für den Chiphersteller? ;-)

Damit hätten wir zunächst einmal die negativen Gesichtspunkte erklärt, die ich aus Absicht an den Anfang gestellt habe, da Empire: Total War eigentlich überall nur gelobt wird, was meiner Ansicht nach jedoch nicht unbedingt richtig ist. Sicher, es ist ein gutes Spiel, wie ich Folgenden auch ganz gut belegen kann, aber eben nicht nur. Da wäre der historische Punkt, den man, auch dank des Einsatzes von stimmiger Musik aus dem 18.Jahrhundert, recht gut getroffen hat, auch wenn das Ganze zum Beispiel durch Kommentare der Gegner oder der eigenen Truppen zu bestimmten Handlungen noch hätte verstärkt werden können. In der Vollversion wird es jedoch auch kleine Videosequenzen geben, weswegen man dieses Problem tatsächlich als „gut gelöst“ beiseite legen kann.

Die KI besticht weiterhin durch Raffinessen wie zum Beispiel den Verlust der Moral nach der Tötung des Offiziers und der daraufhin folgenden Flucht, die man in anderen Strategiespielen vergeblich sucht, auch wurden am allgemeinen Kampfverhalten Verbesserungen vorgenommen.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Konkurrenzlosigkeit – nicht nur der Tatbestand, dass es ansonsten keine rundenbasierten Echtzeitstrategiespiele (wenn man es so nennen kann) gibt, es existieren auch kaum Spiele, in denen man mit so vielen Soldaten in die Schlacht marschiert. Hier fühlt man sich einmal wirklich wie ein echter General, statt 50 befehligt man gleich 500 oder mehr Soldaten, und es läuft auch nichts nach dem Motto „Feind angreifen, zurücklehnen“, hier muss das eigene Vorgehen tatsächlich sehr gut geplant sein, da man unter Anderem auch in der Unterzahl kämpft. Das Einnehmen vorteilhafter Gebiete, das Auseinanderreisen des gegnerischen Heeres, das zerstören der Moral der feindlichen Truppen oder das geschickte Durchführen eines Hinterhalts – all das sind Taktiken, wie man doch an sein Ziel kommt, trotz Unterlegenheit, und dieser Punkt wird in den meisten anderen Strategiespielen einfach viel zu wenig behandelt.

Mehr kann man zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht sagen, da die Demoversion lediglich je ein Tutorial zu Land- und Seeschlachten sowie je eine „praktische Anwendung“ dafür vorsieht, nämlich die „Schlacht von Brandywine“ und die „Schlacht von Lagos“. Letztere gibt übrigens einen sehr guten Einblick in die neu eingeführten Konflikte zu Wasser, die auch sehr gut umgesetzt wurden, wenn sie auch nicht ganz so stürmisch sind wie die Schlachten auf festem Boden.

Ich jedenfalls erkenne in Empire: Total War gute Ansätze, sogar viel mehr als nur Ansätze, für ein richtig gutes Computerspiel, doch werden sie aufgrund der Nachlässig- und manchmal auch zu wenig Tiefsinnigkeit der Entwickler wieder großteils zunichte gemacht. Auch der weit verbreitenden Unmut über Steam (zu dem ich mich persönlich nicht äußern kann, sei es positiv oder negativ, da ich den „richtigen“ Kauf meiner Spiele bevorzuge) wird dem Titel wohl schlecht bekommen, schon jetzt hat es auf Amazon nur drei von fünf möglichen Bewertungseinheiten. Ich denke deshalb, dass auch die Verbreitung des fünften Teils der „Total War“-Serie sich im Wesentlichen auf die Fangemeinde beschränken wird. Auch wenn der Rücktritt von Steam wohl jetzt nur noch schwerlich geht, wäre er für einen besseren Verkauf wahrscheinlich von großem Vorteil. Weiterhin bleibt zu hoffen, dass in der Anfang März erscheinenden Vollversion noch einige Verbesserungen vorgenommen werden. Ansonsten ist, zumindest beim Preis von über 40 € erst einmal mein Rat: Abwarten. Vielleicht wird ja noch ein Patch nachgeschoben, der das Game spielenswerter macht.

Offizielle Homepage der Total War-Reihe

Demoversion auf Steam

Verfasst von: sebbo94 | 15. Februar 2009

GIMP – Meine ersten Werke

Im letzten Artikel gab ich einen kleinen Einblick in das Bildbearbeitungsprogramm GIMP sowie einige Anleitungen, um sich erst einmal einzufinden. Jeder der jedoch ein wenig herumprobiert, wird zwei Dinge sehr schnell bemerken. Zum Einen gibt es offensichtlich deutlich mehr Möglichkeiten, sei es bei der Erstellung von Grafiken oder bei der Manipulation von Bildern, zum Anderen wird auf Dauer niemand mit den doch sehr einfach gehaltenen Effekten, die ich vorgestellt hatte, glücklich werden. Da hilft nur eine Devise: Ausprobieren, ausprobieren und nochmals ausprobieren, und wenn’s nicht klappt dann das ganze noch einmal von vorn. Auch ich war in den letzten Tagen mit GIMP sehr eingespannt und hier seht ihr nun die von mir erzeugten Grafiken, als erste Versuche finde ich sie doch recht gut gelungen. Wem ein Werk gefällt kann es auch ruhig als Wallpaper verwenden, die Auflösungen betragen entweder 1280×1024 oder 1024×768. Solltet ihr eine andere benötigen, könnt ihr mich gern kontaktieren.

Kometeneinschlag

sterne

Rambo Strudel

Einen richtig guten Wallpaper (ob meine nun dazuzählen, sei einmal dahingestellt) zu haben ist zwar eine feine Sache, noch besser ist es aber, sich einen eigenen zu basteln und dann auf die Frage „Cool, wo hast du denn den Hintergrund her?“ antworten zu können, den habe man selbst gemacht.

Dazu findet ihr nützliche, gut erklärte und vor allem deutsche Tutorials zu GIMP, die wirklich recht rar sind im Web, auf www.gimpusers.de.

Für wen auch Englisch kein Problem ist und wer auch nicht jeden Schritt aufs penibelste genau erklärt haben braucht, der wird auf gimp-tutorials.net sicher fündig.

Zu guter letzt findet ihr unter docs.gimp.org ein umfangreiches deutsches Benutzerhandbuch, das auf alle Funktion des Programms ausführlich eingeht.

Mit Hilfe dieser Seiten und ein wenig Fantasie sollte es euch dann schon bald möglich sein, ansehnliche Grafiken zu zaubern!

Verfasst von: sebbo94 | 5. Februar 2009

GIMP – Alles andere als ein Gimp*!

Überall, wo von professioneller Bildbearbeitung gesprochen wird, hört man im selben Atemzug meist auch den Namen „Photoshop“. Das Programm aus dem Hause Adobe ist für viele die Nummer eins in diesem Bereich, ungeachtet der Tatsache, dass wir in diesem Zusammenhang oft noch ein anderes Wort hören: „Teuer“. Denn wer mit der Software arbeiten will, muss einige Hunderter über den Ladentisch wandern lassen. Dafür bekommt man dann zwar Einiges geboten für sein Geld, doch wissen die Wenigsten, wie es hier um ihre Möglichkeiten bestellt ist. Für hobbymäßiges Retuschieren der Urlaubsbilder jedenfalls ist zumindest der finanzielle Aufwand nicht lohnenswert, einmal abgesehen von der langen Einarbeitungszeit.

Aufgrund dessen leistet seit Mitte der Neunziger ein OpenSoure-Projekt unaufhörlich Widerstand gegen den Marktriesen, und das mit Erfolg: Seit über zehn Jahren hält sich GIMP, was übrigens die Abkürzung für GNU Image Manipulation Program ist, mit einem ansehnlichen Anteil auf dem Markt und bietet Photoshop die Stirn. Wobei keinesfalls vom Kampf des David gegen den Goliath die Rede sein kann, denn GIMP kommt mit einer Vielzahl an Funktionen daher.

Am besten ist natürlich, wie immer bei solchen Programmen, auszuprobieren, doch braucht man ja eine Grundlage, weshalb ich mit den Folgenden Tutorials ausführlich auf den Zweck der einzelnen Schritte eingehe.

1.Einfaches Nachbessern von Fotos

Wie schnell ist es passiert: Da hat man ordentlich Fotos auf der letzten Familienfeier gemacht und beim anschließenden Durchsehen stellt man fest, dass die blauen Augen des Babys das Blitzlicht im grellen Zombierot reflektiert haben, der eigene Spross ungeniert die pickelige Mischhaut zur Schau stellt und man selbst aussieht als hätte man zwei Wochen die Zähne nicht geputzt. Nicht schön der Gedanke, dass jedes dieser Horrorbilder beim Entwickeln einen „Groschen“ kosten wird. Doch hinnehmen muss das natürlich nicht.

Pustel, Pickel und Co.

Wenden wir uns als erstes einmal den Hautunreinheiten und Pickeln zu. Um diesen Herr zu werden empfiehlt sich das so genannte Klonen-Werkzeug, das man, wie es der Name schon sagt, im Werkzeugkasten findet, dem standardmäßig links platzierten GIMP-Fenster. Ist es ausgewählt, muss man sich im unten erscheinenden Konfigurationsfeld noch einen Pinsel auswählen, wobei man auf einen Circle Fuzzy zurückgreifen sollte, also einen runden Pinsel mit einer weichen Kante, die Größe müsst ihr je nachdem im Verhältnis zu den Unregelmäßigkeiten und dem Gesicht auswählen, wobei 17 nicht überschritten werden sollte. Fahrt dann zu einer Stelle in der Nähe des Pickels, die wird unsere Vorlage für die neue „Haut“, weshalb das ganze farblich stimmen sollte. Mit Strg + Linke Maustaste kopiert ihr schließlich den Hautausschnitt, und wenn ihr nun auf den Pickel klickt wird er mit der Haut überschrieben.

Hier geht Probieren über Studieren. Wenn ihr größere Flächen verdecken wollt, solltet ihr unbedingt öfters die Vorlage wechseln, da das Bild ansonsten aufgrund der Regelmäßigkeit sehr künstlich aussieht, auch solltet ihr auf das Gesamtbild achten, denn sonst entsteht bei unguter Vorlagenwahl schnell der Eindruck von Pigmentstörung. Und so haben wir schon eine weitere Funktion des Werkzeuges, wenn euch ein Verwandter mal dumm gekommen ist… ;-)

Rote Augen

Dieser Effekt ist bereits so alt wie die Blitzlichtfotographie selbst. Er ist leicht erklärt: Wenn sich Blitzgerät und Objektiv auf der gleichen Höhe befinden, wird durch die Pupillen hindurch das Licht von der Netzhaut zurückgeworfen – die rot ist, weshalb die Augen auf den Bildern in der gleichen Farbe erstrahlen. Vorbeugen kann man theoretisch schon beim fotografieren, am besten funktioniert das wenn man völlig unabhängig vom Fotoapparat ein Blitzgerät aufstellt oder eben allgemein ein externes Gerät nutzt. Über so etwas verfügen jedoch die wenigsten und wer hat auch schon groß Lust ein externes Stativ mit sich herumzuschleppen und bei jedem Foto neu aufzustellen? Vor allem, wenn’s doch im Nachhinein viel schneller geht.

Zur Auswahl hat man sogar gleich mehrere Möglichkeiten, ich werde hier zwei näher erläutern, mit denen ich durchweg gute Erfolge erzielen konnte, vor allem da zum Beispiel Reflektionen in der Pupille erhalten bleiben und die Augen somit weiterhin natürlich wirken. Zuerst muss man jedoch einmal die betreffenden Stellen auswählen, am besten arbeitet man hier mit dem Zauberstab-Werkzeug, das ähnlich gefärbte Bereiche mit nur einem Mausklick markiert. Hier muss man ein wenig mit dem Schwellwert herumexperimentieren, der festlegt, wie stark sich die Bereiche farblich unterscheiden dürfen. Hält man während des Klickens die Shift-Taste gedrückt, werden die folgenden Bereiche der Auswahl hinzugefügt (Beim normalen Klicken würde ja die aktuelle Auswahl gelöscht und die neu angewählte als Auswahl angenommen).

Auf diese Weise wählt man nun beide Augen an und geht anschließend auf Filter–> Verbessern–> Rote Augen entfernen. Im nun erscheinenden Menü legt man den Schwellwert für den Filter fest, dank der Vorschau trifft man hier den richtigen Wert sehr genau.

Eine weitere Möglichkeit den Effekt zu entfernen ist es, nach dem Markieren der Augen den Menüpunkt Farben–> Farbton/Sättigung auswählt. Nun bekommt man einige Reiter zur Verfügung gestellt, mit der man die Sättigung, den Farbton und die Helligkeit verändern kann, wobei die Änderungen sofort im Bild angezeigt werden. Diese Variante ist ein ganz klein wenig mühsamer, dafür kann man mit ihr bessere Ergebnisse erzielen als beim automatisierten Vorgang.

AntiAging

Wer braucht schon teure Schönheitskuren und Faltencremes, wenn man denselben Effekt in GIMP mit wenigen Handgriffen erreichen kann? Als Assistent steht uns diesmal das Heilen-Werkzeug zur Seite, das wir, wie beim Klonen, am besten mit einem Circle Fuzzy ausrüsten. Per Shift + Linke Maustaste wählen wir nun wieder eine gesunde Hautstelle als Vorlage und können nun Falten und Ähnliches einfach übermalen. Dabei jedoch wieder auf Abwechslung bei der Vorlage achten, sonst wirkt das Bild hinterher zu künstlich. Hiermit können wir zwar kleinen Fältchen beikommen, richtig tiefe Furchen verlangen allerdings ein anderes Vorgehen, am besten mit dem Wischfinger-Werkzeug. Hier muss man jedoch ganz besonders auf die Dosierung achten, da die bearbeiteten Bildabschnitte sonst schnell zu unscharf werden und sich vom Rest des Fotos abheben. Eine Kombination beider Werkzeuge ist daher ratsam.

Zähne nicht geputzt?

zahne

So werden die Zähne weiß (links)...

Zu guter Letzt kommen wir noch auf einen unangenehmen Effekt des Fotografierens zu sprechen, denn egal, wie gut wir unsere Zähne pflegen, im grellen Blitzlicht erscheinen sie plötzlich gelb und unansehnlich. Doch auch dagegen kann mit wenigen Mausklicks vorgehen. Einfach den „Schandfleck“ wie schon bei den roten Augen beschrieben auswählen und anschließend wieder den Menüpunkt Farben–> Farbton/Sättigung anklicken. Über den Regler „Helligkeit“ verpasst man den Zähnen nun kinderleicht ein sehr natürlich wirkendes Weiß (oder eben ein sehr natürlich wirkendes Braun, wie einem der Sinn danach steht).

zahne2

...oder dunkel (links).

vorhernachher

Vorher - Nachher

Mit diesen ganzen Tricks und Kniffen ist es ein Leichtes, seine eigenen Bilder so aussehen zu lassen, als kämen sie aus dem letzten Modemagazin – zumindest fürs erste, wer sich hierfür mehr interessiert muss sich früher oder später auf die Suche nach weiteren Tutorials machen oder selbst herumprobieren, ich will nur, dass ihr ein Gefühl für GIMP bekommt, denn viele Anleitungen sind für Anfänger einfach zu schwer erklärt. An den Beispielen lässt sich jedenfalls gut erkennen, was alles möglich ist. Gut, ich weiß, das sind nicht gerade Meilensteine, die Pupillen sind zu hell und die Falten nicht ordentlich wegretuschiert – aber das soll wirklich nur verdeutlichen, zu was das Bildbearbeitungsprogramm fähig ist, schließlich würde man ja auch normalerweise eine in Falten gelegte Stirn nicht bearbeiten.

gimp15

Wenige Mausklicks, und doch-

GIMP hält jedoch noch einen weiteren, interessanten Aspekt bereit, nämlich das Erzeugen von Grafiken. Im Folgenden seht ihr ein kleines Tutorial, mit dem ihr eine simple, aber trotzdem ganz ansehnliche Grafik erzeugen könnt, die sich als Desktophintergrund nicht gerade schlecht macht.

Zunächst erstellt ihr ein neues Bild und füllt es mit Wolken, damit wir erst einmal verschiedene Flächen haben. Hierzu einfach auf Filter–> Render –> Wolken–> Plastisches Rauschen klicken und ein wenig mit den Einstellungen herumprobieren. Ihr könnt die so konfigurieren, wie ihr wollt, ich verwende in diesem Beispiel sowohl als X- wie auch als Y-Größe den Wert 6.

Danach wenden wir mit Filter–> Verzerren–> Mosaik den Mosaikfilter an, wobei ihr auch hier ruhig ein wenig mit den Werten herumexperimentieren könnt. Als Kachel-Primitive sollten jedoch „Quadrate“ eingestellt und der Wert für die Kachelordnung auf 1 gesetzt werden.

So, kommen wir zu einem Effekt, der ein wenig Bewegung in unser Bild bringen wird. Hierzu wählen wir den Menüpunkt Filter–> Weichzeichnen–> Bewegungsunschärfe und klicken den Unterpunkt Zoom an. Als Längenwert nahm ich hierbei 45, doch geht hier Probieren über Studieren.

gimp2

-das Ergebnis braucht sich nicht zu verstecken!

Nun verfeinern wir das Ganze noch, zunächst über Filter–> Verzerren–> Relief. Hier könnt ihr nach Belieben Einstellungen treffen, als Richtlinie könnt ihr die Basiseinstellungen verwenden, ich selbst veränderte sie nur geringfügig. Danach klickt ihr auf Filter–> Kanten finden–> Kanten, wobei ihr wieder die Einstellungen nach Belieben verändern könnt, ich verwendete den Sobel-Algorithmus bei einer Menge von 2.

So, nun gilt es über Filter–> Weichzeichnen–> Bewegungsunschärfe und dem gleichen Vorgehen wie bereits oben beschrieben wieder ein wenig Bewegung rein zubringen, variiert hier ruhig mit den Werten. Und dann sind wir eigentlich auch schon am Ende angekommen. Nur noch über Farben–> Einfärben das Ganze ein wenig bunter machen und, wenn nach eurem Geschmack die dunklen beziehungsweise hellen Töne zu stark ausgeprägt sind, könnt ihr über Farben–> Intervenieren dieses Verhältnis umkehren. Tut dies jedoch vor dem Einfärben, da sonst auch die Farbe umgekehrt wird!

Die offizielle Website des GIMP-Projekts inklusive des Downloads findet ihr hier.

*englisch für Einfaltspinsel

Während Echtzeit-Strategiespiele seit den 90ern unaufhörlich an Fans gewonnen haben und sich selbst in den Regalen von nicht ganz so spielwütigen Computernutzern mindestens ein Ableger dieses Genres befindet, blieben einige ihrer Verwandten auf der Strecke, nämlich die rundenbasierten Strategiespiele. Diese könnte man theoretisch auch als Brettspiele umsetzen, das Prinzip ist schlichtweg, dass die gegnerischen Spieler ihre Züge „außerhalb“ des Spiels planen zu können, also ohne zum Beispiel Gefahr zu laufen vom Gegner  angegriffen zu werden.

Dies ist natürlich lange nicht so spannend wie ein Echtzeit-Strategiespiel, in dem man nicht nur ein gutes Einheiten-, sondern auch Zeitmanagement haben muss. Außerdem verantwortlich für das sang- und klanglose Verschwinden war das Unspektakuläre an solchen Games, während bei den Echtzeitablegern die Funken nur so sprühen und die Gebäude mit großem Tamtam in sich zusammenstürzen, kann man sich die rundenbasierten Strategiespiele eher wie Schach vorstellen: Durchaus spannend, doch dafür braucht man nicht zwingend einen Computer und schon gar nicht die 2000 € Kiste, die man sich mit jeglichen Schnickschnack ausgestattet hat.

Eine Computerspielreihe aber hält sich wacker im Geschäft und zeigt, dass man mittelst modernster Technik und ein wenig Einfallsreichtum auch rundenbasierte Ansätze, verknüpft mit Elementen aus dem Echtzeitgenre, gut in Szene setzen kann. Ihr Name ist „Total War“, ein in unzähligen Berichten jedoch für vollkommen unpassend erklärter Titel, denn es geht um viel mehr als allein um Krieg, wie auch mit großer Wahrscheinlichkeit der neueste Teil, „Empire: Total War“, beweisen wird. Natürlich, ein Strategiespiel basiert hauptsächlich auf der Konfrontation mehrerer Parteien, die, um ihre eigenen Interessen zu schützen und durchzusetzen, nicht zuletzt mit Waffengewalt eine Lösung des Konflikts herbeizuführen versuchen. Wenn man mal eine fachmännische Definition dafür will. Bei Total War jedoch steht dies keinesfalls im Vordergrund, viel eher lässt einem das Spiel sogar Optionen, wie man Schlachten aus dem Weg geht, indem man zum Beispiel diplomatische Verhandlungen vornimmt. Leider ist dieser Modus noch zu oberflächlich, die Kommunikation ist nur mit Indianerstämmen und auch hier nur sehr begrenzt möglich, Nachbesserungen sind erwünscht.

Solche Verhandlungen steuert man übrigens auf der Übersichtskarte, auf der man sich eigentlich die meiste Zeit des Spiels befindet. Diese stellt die Standorte von Truppen und Städten mittlerweile in annehmbarer 3D-Grafik dar sowie grob die Gegebenheiten des Geländes, des Weiteren ist sie die Schaltzentrale des Spielers. Hier werden neue Technologien „entwickelt“, Einheiten ausgebildet, für Vorräte gesorgt und was man halt noch in Strategiespielen so macht. Wichtig ist dabei ein großer Unterschied: Man hat alle Zeit der Welt, denn zu einer Schlacht kann es während des eigenen Zuges nur kommen, wenn man sie selbst heraufbeschwört, da das Game ja in Runden abläuft. Dies bedeutet zwar einerseits weniger Spannung und Nervenkitzel, das ist ganz klar, aber die Kämpfe, die man in einer voraussichtlich recht ordentlichen Grafik bewundern kann, sind dann umso besser, ich glaube ich bin nicht der einzige, der sich an die letzte Schlacht in Age of Empires erinnert, an der vierzig Soldaten beteiligt waren, beide Seiten zusammengerechnet! So etwas kann aufgrund der guten Vorrausplanung in Total War praktisch überhaupt nicht passieren, viel eher wird man Schlachten mit mehreren hundert Mann, im Extremfall sogar mehreren tausend erleben, darunter natürlich auch Kavallerie und Artillerie. Und auch Schiffe.

Schiffe? Ja, das ist neu in Empire: Total War, denn hier wird man auch zu Wasser seinen Feinden beikommen müssen, gleichzeitig entpuppen sich ganz andere Möglichkeiten für den Spieler, denn der das kann das flüssige Element natürlich auch zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Die Schlachten letztendlich sind richtig gut gelungen, auch von der Steuerung und den vielfältigen Möglichkeiten. So sollen sich Wetter und geographische Gegebenheiten auf das Spiel auswirken (ich muss hier wieder an Age of Empires III erinnern, in dem man mit Musketieren Einheiten hinter Wällen beschießen konnte), was natürlich Flexibilität und Reaktionsvermögen fragt. Auch werden gegnerische Truppen aus eigenen Fehlern oder anderweitig entstandene Vorteilen nutzen, was mir persönlich in den meisten Strategiespielen bisher gefehlt hat. Und: Greift man an und zerschlägt die Stellung des Feindes, so fliehen die Soldaten mit weißer Flagge, was sich natürlich auch auf die Moral auswirkt, die ebenfalls einen sehr hohen Anteil an den Schlachten haben wird. Es muss also nicht zwingend heißen, dass die stärkere Armee letzten Endes auch siegen wird.

Auch ein Mehrspielermodus wird uns diesmal wieder erwarten, mit dem Unterschied, dass auf diese Weise auch die Kampagnenkarten spielbar sein werden.  Man wird sich zwar hier wieder mit reinen Schlachten begnügen müssen, doch wäre der rundebasierte Modus wohl eher eine Spaßbremse der Onlinespielart. Stattdessen kämpft man einfach drauf los – auch einmal schön.

Dies sind jedoch nur ein paar wenige Neuerungen und Features, die uns erwarten werden. Inwieweit wir sie schließlich umgesetzt vorfinden, bleibt offen, auch sind noch einige grobe Fehler in den Testversionen vorhanden, die auf jeden Fall behoben werden müssen, so reagiert die KI in manchen Situation einfach wie ein Neandertaler. Doch auch die unfertige Homepage beweist, dass bis zum 6.März, dem Release, noch einiges gedreht wird. Die Screenshots jedenfalls sehen viel versprechend aus, wobei die Mindestsystemanforderungen sehr gering bleiben.

Seit wenigen Tagen ist nämlich, bestätigt von mehreren Quellen, bekannt, dass ein Einkern-Prozessor mit rund 2,5 GHz, eine DirectX 9 kompatible Grafikkarte mit 256 Megabyte Speicher sowie 1 Gigabyte Arbeitsspeicher wohl ausreichen werden. Natürlich sind diese Werte mal wieder Utopie, aber man hat nun einen Richtwert und kann sich unter den „tatsächlichen“ Anforderungen etwas vorstellen.

Meine abschließende Meinung zu Empire: Total War? Mir reicht im Moment noch das etwas angestaubte Age of Empires III, wenn ich mal wieder einen Ableger spielen will, der in diese Richtung geht. Das Spielprinzip ist mir neu, erscheint jedoch interessant, vor allem die sehr realistisch erscheinenden Schlachten lassen das Game wahrscheinlich in meinem Hinterkopf verweilen. Eine Demo würde mir die Entscheidung deutlich erleichtern, doch in diese Richtung ist noch nichts angekündigt. Sollte sich diesbezüglich etwas Neues ergeben, werdet ihr das hier natürlich wieder zu lesen bekommen.

Verfasst von: sebbo94 | 19. Januar 2009

Geld verdienen leicht gemacht?!

Wer träumt nicht davon, reich zu werden wie von allein, quasi vom Tellerwäscher zum Millionär, einfach so, am besten mit möglichst wenig Mühe. Natürlich gibt es unendlich viele Wege, an dieses Ziel zu kommen, wenn auch keiner von ihnen den Erfolg garantiert. Umso waghalsiger, umso viel versprechender, lautet die Devise, doch kann dabei auch einiges nach hinten losgehen.

Aber Internet geht ja eh alles viel leichter als im „realen Leben“, wieso also nicht auch das Geld verdienen? Immerhin sind viele dieser Ansicht, „es ist so einfach, Geld mit der eigenen Website zu machen.“ Das System ist leicht verständlich: Man schaltet beziehungsweise lässt auf seinem Webauftritt Werbebanner schalten und kassiert nun bei jedem Klick oder jedem Verkauf im beworbenen Unternehmen eine gewisse Geldsumme. Natürlich gibt es hier bereits wieder zahlreiche Varianten, bezüglich der Werbung, der Bezahlung und so weiter. Das ist jedoch das Grundprinzip. Einleuchtend, nicht wahr? Ist doch nicht schwer, HTML-Code rüberkopieren und fertig, JavaScript macht’s möglich, und wenn man nicht reich wird, dann verdient man sich nebenbei wenigstens ein nettes Zubrot.

So, und jetzt haben wir den Punkt erreicht, wo sich manche in etwas verrennen. „So leicht“, wie oft beschrieben, ist nämlich überhaupt nichts. Zu aller erst einmal ändern sich die Bedingungen für die eigene Website. Die ist nämlich nicht mehr privat, sondern, wenn auch nur bedingt, geschäftlich, schließlich verdient man Geld damit. Und das hat Folgen, über die dich die meisten gar nicht bewusst sind, zum Beispiel eine Impressumspflicht, um jeden Besucher den Kontakt zum Betreiber zu ermöglichen. Auch muss man Acht geben, wenn man geschützte Namen beziehungsweise Logos oder dergleichen verwendet, denn hier will man seitens der Firmen oft erst eine Anfrage sehen, die dann auch meist bejaht wird. ABER: Mal eben schnell noch den Artikel zu Ende tippen und Posten wird so kaum mehr funktionieren, denn diese Genehmigungen sind, das kann sich jeder vorstellen, eine langwierige Angelegenheit.

Doch nun mal zum finanziellen Aspekt des Ganzen: Eine mit Werbung präparierte Seite kann man nicht mehr über kostenlose Services laufen lassen, da sich diese daran stören und auch für sich selbst Werbung machen möchten. Gut, mag sein, Webspace für Geld bietet natürlich mehr Möglichkeiten, doch stehen hier die kostenlosen Angebote nicht zwingend im Abseits (ich blogge auf wordpress.com und bin stolz drauf ;-) ). Außerdem muss man mit der Werbung das Geld erst einmal wieder hereinholen, und dafür ist eine Menge Know-How, Zeit und Geduld gefragt. In den ersten Wochen wird man nämlich kaum Besucher auf seiner Seite begrüßen dürfen und wenn sich daran etwas ändern soll muss man eben schreiben, schreiben, schreiben, wobei natürlich auch die Qualität der Artikel nicht leiden darf, sonst hat man es sich mit den potenziellen Besuchern schnell wieder vergeigt. Daneben muss man sich noch um die Aufnahme in Webverzeichnisse und Suchmaschinen bemühen, denn nur so kommt man auch wirklich an ausreichend Besucher.

Die dürfen dann selbstverständlich von der Werbung nicht abgeschreckt werden, denn wenn es überall blitzt und blinkt wird eine Seite schnell als lästig und unseriös eingestuft, da kann der Content noch so gut sein. Maß halten mit der Werbung kommt also auch noch hinzu, weniger ist hier mehr, ein gut platzierter Banner bringt tausend Mal mehr als zehn schlecht platzierte. Um nun all diesen Ansprüchen zu genügen, muss man also schon Ahnung von dem haben, was man da macht. Wenn es jeder könnte, würden sich die professionellen Seiten doch keine Spezialisten ins Boot holen, oder?

Vor allem zu Beginn wird man deshalb ziemlich im Stress sein bezüglich seines Webauftritts, und auch mit den größten Bemühungen ist es nicht sicher, dass dann wirklich etwas für einen dabei herausspringt, geschweige denn dass man das große Geld macht. Ein läppischer Euro erfordert schon durchschnittlich über 100 Besucher – wenn man die obigen Ansätze befolgt hat. Für die Mühe, die man sich gegeben hat, ist dies wahrscheinlich kein wirklicher Ausgleich. Ich dagegen blogge, weil es mir Spaß macht, ich bin bereits zufrieden wenn ich Mal wieder einige Besucher hatte ;-) . Bei wem dies nicht so ist, der sollte erst gar nicht damit anfangen.

Und wer sich trotzdem für einen Auftritt mit Werbung entscheidet, dem wünsche ich viel Glück dabei, und das meine ich ernst. Aber benachrichtigt mich, wenn es geklappt hat, okay? ;-)

Verfasst von: sebbo94 | 14. Januar 2009

Nützliche Add-ons für den Firefox (Teil 2)

NoScript
Wer den Firefox benutzt, wird sich über die Unsicherheit von Skripten sicher nur wenig Gedanken machen, da zum Beispiel VBScript, das vor allem in Zusammenhang mit dem frei auf dem Rechner laufenden ActiveX, großen Schaden anrichten könnte, nur vom Internet Explorer unterstützt wird. Damit ist der für die Sicherheit relevante Teil vollkommen ausreichend abgedeckt, denn das deutlich weiter verbreitete JavaScript ist weitaus ungefährlicher, wenn auch genauso lästig.

Denn Pop-up Fenster, Werbebanner, allgemein auffälliges Blinken und Leuchten, das alles wächst auf JavaScripts Mist. Kein Wunder, dass so gut wie jeder Browser mittlerweile die Option anbietet, JavaScript zu deaktivieren. Doch dann fällt natürlich alles weg, auch Veranschaulichungen und relevante Animationen. Dumm, denn aufgrund der fehlenden Feineinstellungen innerhalb des Browsers muss man sich erst einmal durch unzählige Menüs klicken, bis JavaScript wieder angezeigt wird.

Sehr komfortabel dagegen präsentiert sich hier NoScript, das mit Hilfe einer Statusleiste am unteren Bildschirmrand anzeigt, ob und inwieweit Skripte erlaubt sind. Durch einen Klick auf Einstellungen kann man ganz leicht einstellen, was auf der aktuellen Seite angezeigt werden darf und was nicht, ob diese Einstellungen temporär oder immer gelten, es können Ausnahmen für einzelne Seiten gemacht werden und vieles mehr! Ein Manko ist lediglich, dass NoScript nicht lernfähig ist, man muss also für jede neue Seite die Einstellungen anpassen, wobei das dann wenigstens zu 100% funktioniert und nicht hin und wieder fehlschlägt, wie wir es von anderen automatisierten Kontrollen kennen.

Cooliris – Das Media Center für den Firefox!
Das Surfen im Internet, zum Beispiel wenn man mit Google auf der Suche nach Bildern ist oder YouTube nach den neusten Videos durchforstet, kann mitunter sehr trist sein, denn oft bieten die Websites keine ansprechende Umgebung. Nicht, weil sie den nach grafischen Schnickschnack lechzenden User vergraulen möchten – aber solche Seiten sollen ja einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden, und für Menschen mit einer leistungsschwächeren Internetanbindung wären eben diese aufwendigen Inhalte eine richtige Zumutung.

cooliris1

Cooliris bietet eine attraktive, selbst erklärende Oberfläche

Cooliris liefert hier einen sehr guten Ansatz, der auch für langsamere Verbindungen geeignet ist, da das Interface im Programm integriert ist und somit nur der eigentliche Inhalt der aufgerufenen Seite geladen werden muss. Dabei kann man direkt von Cooliris aus mit Suchmaschinen wie Google oder Yahoo das Web durchsuchen, oder man greift auf die ebenfalls integrierten Suchfunktionen von Seiten wie Amazon oder YouTube zurück. Hat man etwas gefunden, kann man sich auf die entsprechende Seite weiterleiten lassen oder Medieninhalte wie zum Beispiel Videos direkt in selbst Cooliris genießen.

Der größte und auch eigentlich einzige Nachteil des Add-ons besteht lediglich darin, dass beim Minimieren des Fensters die Wiedergabe sofort abgebrochen wird und man hinterher von neuem laden muss. Fertig mit den negativen Aspekten. Bleibt einem nur zu sagen: Cooliris ist einfach cool! Und jetzt entschuldigt mich, ich surf noch ein wenig im Web. Wie? Natürlich mit Cooliris! ;-)

Verfasst von: sebbo94 | 10. Januar 2009

Windows 7 Beta – Und sie geht doch!

Ich muss mich bei allen entschuldigen, die den vorherigen Post an dieser Stelle hier gelesen haben, denn der neue Download der Beta funktioniert doch. Den größten Downloadspeed erreicht man dabei immer noch über die Microsoft-Homepage, Vorraussetzung ist lediglich eine kostenlose Windows Live ID, dann kann der Spaß mit bis zu 60 kB/s beginnen. Das mag nach wenig klingen, aber wenn man die ganzen Downloadwütigen betrachtet, die unbedingt die Beta haben wollen, ist die Geschwindigkeit doch ziemlich gut, und Microsoft hat vor allem schnell reagiert und setzt nun auch mehr Server ein. Vorgestern ging ja dagegen gar nichts und auch heute sieht es auf anderen Seiten mit Downlaodgeschwindigkeiten, die teilweise unter 10 kB/s liegen, ziemlich mau aus.

Im vorherigen Post habe ich geschrieben, dass ein Durchkommen auf den Servern nicht möglich ist. Das stimmt nicht, es kann jedoch sein, dass der Download im Firefox nach dem Betätigen des „Download“-Buttons einfach nicht starten will. Eine leidige Microsoft-Sitte, auch Sicherheitsupdates lassen sich ja nur über den hauseigenen Browser herunterladen. Da mein Internet Explorer jedoch bezüglich JavaScript usw. nicht konfiguriert ist, weil das Teil einfach ungenutzt auf der Platte rumliegt, will auch hier Download nicht anspringen, immerhin kommt man jedoch auf eine „Bitte warten Sie bis der Downloadmanager geladen ist“-Seite. Wer sich die Konfiguration des IEs sparen will, kopiert einfach den Link aus der Adressleiste in den Firefox. Fertig!

Ältere Artikel »

Kategorien